Das ist also 2011 – schön. Wir sind dabei..
Letztens hab ich nach langer Zeit mal einen Film geguckt, ”The social Network“. Die Idee von der Enstehung des Giganten Netzwerks.
Bemerkenswert, welche Rolle ein vernetztes Leben mittlerweile in unserer Welt spielt, und wie sehr die Meinungen darüber auseinander gehen.
Überall begegnet einem die Idee der Versammlung oder der Vernetzung von Menschen. Um gemeinsam etwas zu erreichen, zu besprechen, an etwas zu arbeiten oder eine Idee voran zu treiben. Manche reden von Schwarmintelligenz, andere können gar nichts damit anfangen.
In manchen Unternehmen wird es gepusht, in anderen verboten. Die Politik sieht es unter Umständen nicht gern, wenn Menschen sich versammeln um gegen etwas zu bestimmen, wie Großbahnhöfe zum Beispiel. Viele Demo´s werden mittlerweile online organisiert, viele Rezepte und Meinungen online getauscht.
Kürzlich hatte ich in meinem Messenger eine Fehlermeldung. Früher hätte ich wahrscheinlich angefangen den Fehler auf meinem Rechner zu suchen, verschiedene Foren durchsucht, neu installiert, was weiß ich was. Heute schau ich zuerst bei Twitter, um sicherzugehen, dass nicht zig andere User auch grade dasselbe twittern, und damit ein Problem bei #ICQ bestätigen.
In der Natur findet man das auch. Bei Ameisen und anderen staatenbildender Mitbewohner der Erde, Vogel- und Fischschwärme. (schsch-Wort)
in einem virtuellen Schwarm ist es anders als in einem virtuellen Raum wie zum Beispiel einem Forum, oder Blog, oder einer Website.
“Es erscheint vom Verstand her einfach, diese Verschiedenheit zu begreifen,
doch gehen Gefühl und Intuition noch lange nicht neue Wege,
bloß weil wir uns technisch nun ANDERS zusammen schalten.
Das vornehmlich per “Raumerfahrung” sozialisierte Bewusstsein der meisten Netizens
führt im Erleben des Twitterversums zu Erwartungen und Bewertungen,
die zur Schwarmkommunikation nicht wirklich passen.
Es braucht Zeit, bis man die Andersartigkeit auch “verdaut” hat – und erst dann
kann man Twitter als wirklich sinnvoll erfahren und nutzen.”
schreibt dazu Claudia Klinger.
Auf der letzten Loveparade schickten einige der Besucher ihre Handy Videos vor Ort ins Netz, posteten den Link bei twitter, und über verschiedene Hashtags verteilten sich die Video´s wie ein Lauffeuer zur selben Zeit. Das selbe bei den Unruhen in Pakistan,
oder den Wahlen im Iran, der Demo in Berlin, oder jetzt aktuell den Protesten in Ägypten. Es wird immer schwieriger, herausragende Ereignisse der Öffentlichkeit fern zu halten, oder nur einseitig darzustellen. Es waren in Stuttgart keine Ziegelstein, sonder Kastanien.
Mit diesem Tempo und mit diesen authentischen vorOrt Berichten können die MainStreamMedien nicht aufbieten. Diese schnelle Art sich zu vernetzen und zu informieren ist bestimmt Geschmacksache, und manch einer wird´s gar nicht wissen wollen..
Aber spätestens wenn man Kinder hat, fängt man ja doch irgendwann damit an, sich über den eigenen Tellerrand hinaus umzuschauen in was für einer Welt wir hier eigentlich leben. Und als Medium dafür muss man ja nicht immer, wie im Frontalunterricht, die Tagesschau wählen und sich berieseln lassen, als Netzbürger macht man sich doch eher selber auf die Suche, und schaltet den Fernseher ab.
Alle mal atmen,
tief -
und das am besten in den Bauch,
da gibt es soetwas wie Leben, vielleicht spürt ihr es auch…